Ich verlinke Euch hier mal einen Artikel auf Spiegel-Online. Zusammenfassend geht es darum, dass eine Hand voll Jugendlicher einen 77-jährigen Renter in seiner Villa überfallen haben. Sie haben ihn bedroht, mit einer Soft-Air Pistole, wollte sein Geld und den Schlüssel zum Tresor. Der Renter gibt Auskunft. Auf dem Weg zum Tresor lösen die Jungs Alarm aus und fliehen. Der Renter, passionierter Jäger, greift zur Waffe und schießt den Einbrechern hinterher und trifft. Ein 16-jähriger verblutet im Garten des Rentners.

Das sind erstmal die Fakten.

Die Presse allerdings bauscht die Geschichte auf. Die Jungendlichen haben Migrationshintergrund und der Renter Kontakte ins Rotlichtmillieu. Wieder stehen Fragen nach Ausländerfeindlichkeit im Raum. Die Angehörigen des Getöteten fordern Lebenslange Haft für den Rentner, trauern um ein Familienmitglied und sprechen öffentlich davon, dass sie das Gefühl haben in diesem Land keine Gerechtigkeit zu erfahren.

Ich kann Euch gar nicht sagen wie sehr es mich ankotzt wenn solche Fälle fern ab der Fakten unter dem Deckmantel der Ausländerfeindlichkeit ausgetragen werden sollen. Es ändert nichts an den Fakten, dass die Jungs Migrationshintergrund haben/hatten. Gar nichts. Es ändert auch nichts an den Fakten, dass der Rentern eine Freundin hat, die locker seine Enkelin sein könnte und ab und an in einschlägigen Clubs im Rotlichtmillieu rumhängt. Nichts. Gar nichts.

Die Jungs haben einen 77-jährigen in dessen Haus, auf seinem Besitz, bedroht und ihn bestohlen. Das ist ein Fakt, dass niemand abstreiten kann. Ihr Pech war, dass sie zu dämlich und/oder ungenügend vorbereitet waren die Alarmanlage zu umgehen, ihr Pech war, dass der Rentner ein guter Schütze mit Waffenschein und scharfer Pistole ist. Der Rentner hat auf die flüchtenden geschossen, getroffen und getötet. Er macht sich große Vorwürfe, schließlich hat er einen Menschen getötet. Das sind die Fakten. Und sie haben nichts mit Rassismus zu tun.

Ein ganz altes Sprichwort sagt: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

Besäße ich eine Waffe und bei mir würde eingebrochen, ich würde auch schießen, ganz egal ob der Einbrecher Horst, Manuel, Jaque, Mohammed oder Dieter heisst und ganz egal aus welchem Teil der Welt er kommt. Er hat einfach nichts auf meinem Besitz verloren, wenn er nicht dazu eingeladen ist und schon gar nicht wenn sein “Besuch” das Ziel hat mich zu bestehlen. Punkt.

Ein Gericht im US-Bundesstaat Wisconsin hat die Verurteilung eines zur Tatzeit 14-Jährigen zu lebenslanger Haft ohne die Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung als rechtmäßig bestätigt. Die Verurteilung eines Heranwachsenden zu einem Leben hinter Gittern sei keine “unzulässig harte oder übertriebene” Strafe für einen grausamen Mord, entschied das Gericht am Freitag.

Der heute 26-jährige Omer Ninham hatte als 14-Jähriger gemeinsam mit Freunden einen 13 Jahre alten Jungen grundlos angegriffen, verprügelt und von einem mehrstöckigen Parkhaus geworfen. Angesichts der Tat sei seine Bestrafung “streng, aber nicht unangemessen”, urteilte Richterin Annette Ziegler jetzt.

Quelle: t-online.de

Ninhams Verteidiger kündigten eine Berufung vor dem Obersten Gerichtshof der USA an. Sie argumentieren, das Urteil verstoße gegen die US-Verfassung, die grausame Strafen verurteilt. “Es ist grausam, einem 14 oder zehn Jahre alten Kind zu sagen, dass es für es keine Hoffnung, keinerlei Chance auf Erlösung oder Bewährung gibt”, sagte Bryan Stevenson von der Menschenrechtsorganisation Equal Justice Initiative.

Quelle: t-online.de

Soweit mal die Zitate. Viele Menschenrechtler schreien laut auf und finden das Urteil unangemessen, zu hart und übertrieben. Wenn man der Berichterstattung glauben darf haben die beiden Jungs ihr Opfer erst verprügelt, dann gejagt und schlussendlich vom Dach eines 5-stöckigen Parkhauses geworfen.

Ich gebe ja zu, dass es mehr als fragwürdig ist einen Minderjährigen zu lebenslanger Haft zu verurteilen, die Argumente dagegen liegen auf der Hand: Wussten die Jungs was sie da anrichten? Konnten sie vorraussehen, dass ihr Opfer sterben würde?
Wäre der arme Junge den Verletzungen die aus der Schlägerei resultieren erlegen, fände ich diese Fragen durchaus berechtigt. Schlägereien unter Teenagern gab es schon immer und es wird sie immer geben. Für einen Heranwachsenden mag es durchaus schwer zu beurteilen sein, ob Faustschläge und/oder Fußtritte tödlich sein können und es mag ja ebenso schwer zu sein den Zeitpunkt zu erkennen, wann man jetzt besser aufhört (wenn man schon mal unnötigerweise angefangen hat).
ABER, jeder junge Mensch muss wissen, dass ein unkontrollierter Sturz aus dem fünften Stock mehr als lebensbedrohlich ist. Schlussendlich muss ich sagen, dass Gewalt unter Jugendlichen immer einer gesonderten Beurteilung bedarf, wenn es darum geht das Strafmaß festzusetzen, aber einen Jungen aus dem fünften Stock (!) zu schmeissen ist eine ganz andere Sache. Perspektive hin oder her, das Opfer hatte nicht den Hauch einer Chance auf eigene “Perspektive” und genau das muss für die Täter vorraussehbar gewesen sein.

Meiner Meinung nach ist das Urteil absolut gerechtfertigt, zumal die “Rechte der Opfer” in letzter Zeit sowieso immer mehr in den Hintergrund rücken und den Tätern viel zu oft viel zu milde gegenüber getreten wird. Man sollte sogar überlegen die Eltern der Täter gleich mit wegzusperren, schließlich hängen auf jedem Spielplatz Schilder: “Eltern haften für ihre Kinder”.

Lottogesellschaft darf keine Lose an Hartz-IV-Empfänger verkaufen
Urteil des Landgerichts Köln: Westlotto darf keine Lose an Empfänger von Hartz IV herausgeben. Die Lotterie fragt sich: Woran sind diese Kunden zu erkennen?

Quelle: zeit.de

Zu diesem Urteil fallen mir 3 Fragen ein:

  1. Finden es die Gegner dieses Urteil gerecht anderer Leute hart verdientes Geld zu verspielen?
  2. Wie wollen die Befürworter dieses Urteils dafür sorgen, dass Hartz4-Empfänger beim Kauf von Losen auch als solche erkannt werden? Gelbe Sterne an die Klamotten nähen? Hatten wir doch schon und war scheisse…
  3. Haben unsere Gerichte nicht wesentlich wichtigere Fälle zu behandeln?

Ich bin auch der Meinung, wenn man schon auf Staatskosten lebt, sollte man dieses Geld nicht verplempern. Aber ich denke, dass die Durchführung dieses Vorhabens nicht praktikabel ist.

Eine Lösung wäre den Hartz4-Empfängern sämtliche Sonderleistungen wie Mietzuschüsse, etc. zu streichen, den Hartz4-Satz zu erhöhen und einmal im Monat einen Batzen Geld zu überweisen und zu sagen: Macht damit was ihr wollt und wenn ihrs verzockt, müsst ihr halt verhungern oder unter ner Brücke schlafen. Eigenverantwortung ist gefragt.

Irgendwann musste er ja kommen:

“Donnerwetter, ist das alles echt?” – “Neeeeiiiiin, das is ne Protheeeese!”

Gerade eben lief wieder eine Folge “Abenteuer Leben – Täglich Wissen” auf Kabel1. Und wieder gab es einen “Test” mit versteckter Kamera. Diesmal an Tankstellen. Man wollte herausfinden, wer sein Auto nach dem Tanken abschließt, wenn er zum Bezahlen geht und wer nicht.
Relativ viele offene Autos wurden gezeigt, teilweise sogar mit laufendem Motor. Die Reporter öffneten Türen und machten sich im Innenraum des jeweiligen Fahrzeugs zu schaffen, als ob sie etwas aus dem Wagen entwenden wollten. Viele Besitzer kamen angerannt und stellten das Kamera-Team zur Rede.

Mich interessiert jetzt viel weniger die Frage wie man so dämlich sein kann, sein Auto offen stehen zu lassen. Viel mehr frage ich mich: Hätte es denn ernsthafte rechtliche Konsequenzen, wenn ein Fahrzeugbesitzer wutentbrannt auf den vermeintlichen Dieb zustürmt und ihm richtig deftig eine reinhaut? Kameras waren keine zu sehen und das Geschehen muss für nicht eingeweihte Passanten so ausgesehen haben, als wäre es ein echter Diebstahl.

Ist das jetzt das Berufsrisiko des Reporters wenn er mit gebrochener Nase zu Boden geht, oder erwartet den Schläger ein Strafverfahren und das nur weil er sein Eigentum beschützen wollte?

Fragen über Fragen.